Freudenberger Backes-Bäcker zur Weiterbildung im Taubertal

Zum zweiten Mal nach 2010 machten sich 14 Hobbybäcker, 7 Frauen und 7 Männer, auf die Reise ins Taubertal nach Creglingen-Münster zur Firma MANZ-Backtechnik.

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Friedhelm Geldsetzer aus dem „Flecken“ hatte die Fahrt wieder einmal organisiert und den Seminar-Ablauf mit Bäckermeister Markus Gundel von der MANZ Backtechnik abgesprochen. Alle Teilnehmer – vornehmlich aus den Freudenberger Stadtteilen, in denen das urtümliche Backen in Steinbacköfen der Backeser aufrecht erhalten wird – waren neugierig auf neue Backtechniken und Fingerfertigkeiten bei der Herstellung von Teigen und deren Weiterverarbeitung.  

 

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Nach kurzer Vorstellung des Unternehmens, in dem mehr als 40 Mitarbeiter modernste Backöfen (für Gewerbe und Haushalt), Teigknetmaschinen und Zubehör wie Backbleche und Gärschränke herstellen (aber auch Getreidemühlen, Gärkörbe, Backfolien, Backbretter, Brotschieber, Getreide, Mehle und sonstige Backhilfsmittel sind im Angebot), ging’s zur praktischen Arbeit.   

 

Unter fachlicher Anleitung durch den Bäckermeister wurde von allen Teilnehmern zunächst ein Mischbrot mit je 50 % Roggen- und Weizenmehl hergestellt, wobei reine Handarbeit gefragt war. Rotkornbrötchen standen als nächstes auf dem Seminarprogramm. Rotkorn ist eine Dinkelart, die vornehmlich in Süddeutschland angebaut wird. Hier konnten die Hobbybäcker aus einem halben Kilo Teig, der eine richtig dunkelrote Färbung hatte, die unterschiedlichsten Brötchenformen lernen und anwenden.

 

Etwas ganz Spezielles ist die Herstellung von französischen Baguettes, obwohl nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe verwendet wird. Die Behandlung des Teiges einschließlich der Ruhezeiten ist jedoch recht langwierig. Das genaue Einhalten des Rezeptes wird jedoch belohnt mit einem Erzeugnis, das eine knackig-knusprige Kruste hat und innen weich und luftig ist, ein perfektes Baguette bereit zum Frühstuck oder zum “Jambon-beurre” (bekannter französischer Sandwich).

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Den klassischen Blechkuchen gab’s natürlich auch – z.B. einen Apfel-Streusel, der hier im Fränkischen „Apfelblootz“ genannt wird und einen „Versunkenen Sandkuchen mit Schattenmorellen“ – lecker!!

Besondere Geschicklichkeit erfordert die Bereitung von Hefezöpfen, hier konnten die Varianten mit drei und vier Teigsträngen  geprobt werden. Von den tollen Ergebnissen, die dann aus dem Backofen kamen, waren alle begeistert.

 

Für die Siegerländer Hobbybäcker verging wieder einmal  viel zu schnell ein erlebnisreiches Wochenende, an dem viele neue Kniffe, Tricks und Material-Kenntnisse erworben wurden. Dies war bereits die vierte Back-Exkursion seit 2008, die durch ideelle Anregung und Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine stattgefunden hat, nicht zuletzt auch im Hinblick auf den 3. Freudenberger Backestag, der unter Beteiligung aller neun Freudenberger Backeser am 28. September 2014 stattfinden wird.

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