Freudenberger Ortsheimatpfleger trafen sich zur Tagung

Die diesjährige Tagung der Ortsheimatpfleger nutze der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine, Bernd Brandemann, um Teo Schwarz zu verabschieden. Er hatte das Amt des Ortsheimatpflegers für Oberfischbach einst als Nachfolger von Hugo Hafer übernommen.

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„Teo Schwarz hat sein Amt idealtypisch ausgefüllt, Ortgeschichte gesammelt, viel fotografiert, Dokumente archiviert und vieles in Beiträgen publiziert“, dankte ihm Brandemann. Zugleich freue er sich, dass Teo Schwarz als Mitglied des Redaktionsbeirates für „Freudenberg im Zeitgeschehen“ weiterhin an seinem heimatgeschichtlichen Wissen und seinen Forschungen teilhaben lasse.

Begrüßt wurde zugleich sein Nachfolger, Thilo Jung, der wie Teo Schwarz zum Kreis der Verantwortlichen gehört, die gerade die umfangreiche Oberfischerbacher Chronik erstellt haben. Ebenso konnte erstmals der neue Ortsheimatpfleger von Freudenberg, Ralf Bettendorf, willkommen geheißen werden.

Derzeit sind 14 Ortsheimatpfleger in den Freudenberger Dörfern aktiv, vakant sind die Positionen in Oberholzklau und Mausbach.

Stadtarchivar Detlef Köppen gab während des Treffens einen Überblick über die absehbar- bevorstehenden historischen Ereignisse. Zunächst werden in Oberfischbach und Dirlenbach die jeweilige Ersterwähnung vor 675 gefeiert, über die Landwehr von Hohenhain wird in einer Rechnung von 1467 berichtet. An dieses 550-jährige Jubiläum erinnert ein kleiner Festakt in Hohenhain am 29. Juli 2017.

Für 2018 seien für Freudenberg die Ereignisse vom 2. bis 4. April 1568 von Bedeutung, als bei einer Geheimkonferenz auf dem Flecker Schloss Wilhelm von Oranien und dessen Brüder Adolf von Nassau und Ludwig von Nassau mit den „Edlen zu Gelderland“ um eine Beteiligung am niederländischen Befreiungskampf verhandelten.

Im Jahr 2019 könnte an die Errichtung des Asdorfer Weihers vor dann 550 Jahren erinnert werden. Weitere Merkpunkte, so Detelf Köppen, seien für 2019 „675 Jahre Alchen“, „200 Jahre Orgel in Oberfischbach“ oder „100 Jahre Obst- und Gartenbauverein“.

Die Ortsheimatpfleger werden in Westfalen für die Dauer von fünf Jahren vom Kreisheimatpfleger berufen. Auf Empfehlung der örtlichen Heimatvereine gibt dazu der Kulturausschuss einen Vorschlag ab. Der Westfälische Heimatbund in Münster bestätigt dann die Bestellung. Gewünscht sind u.a. Aktivitäten für Natur und Landschaft, für die Ortsgeschichte, die Boden- und Baudenkmalpflege und die Förderung der Mundart. Zu einem regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch wird in Freudenberg durch die ARGE der Heimatvereine eingeladen.