Heimatfreunde trauern um Martin Stücher

Am Freitag, 24. Januar 2014, ist er nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren verstorben: Martin Stücher. Mit der Heimat- und Geschichtsarbeit hat er sich in Freudenberg in vielen Facetten befasst. Der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine war er als Mitglied im Redaktionsstab von "Freudenberg im Zeitgeschehen" (FiZ) seit den 1970er Jahren sehr eng verbunden.

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Viele Schülergenerationen haben bei Martin Stücher an der Realschule den Zugang zu geschichtlichen Zusammenhängen erhalten. Er war der dritte Lehrer, der an die 1966 gegründeten damaligen Amtsrealschule berufen wurde.

In der Stadt Freudenberg wurde ihm die ehrenamtliche Funktion des Leiters des Stadtmuseums übertragen, wo er viel Material gesichtet, sortiert und ausgewertet hat. Vieles von dem ist eingeflossen in zahlreiche FiZ-Veröffentlichungen. Der Heimatzeitschrift konnte er viele Impulse geben. Seinen letzten Beitrag veröffentlichte er in der Ausgabe 1/2012 über das "Flurbereinigungsverfahren in Büschergrund von 1925 bis 1933".

Besonders erwähnenswert ist auch sein Buch "Ausfouragiert und heimgesucht", das Martin Stücher 2006 zum 7-jährigen Krieg herausgab. Im Jahr 2000 war er an dem Werk "Freud und Leid: Der Freudenberger Kriegskassenraub von 1796 und sein historisches Umfeld" zusammen mit Albert Solbach und Herbert Nicke beteiligt.

Freudenbergs Regionalgeschichte zu erforschen und verständlich zu transportieren ist eine große Leistung, wofür ihm die Heimatvereine u.a. mit der Verleihung der Ehrennadel im Jahr 2011 nachdrücklich Dank gesagt haben.

Die Stadt Freudenberg ehrte Martin Stücher im Jahr 2003 mit der Verleihung ihrer Ehrenplakette. An der 2006 von Bernd Steinseifer herausgegebenen Stadtchronik wirkte er als Autor mit.

Die Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine erklärt: "Martin Stücher hat für die Geschichtsarbeit in Freudenberg Großartiges geleistet. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar. Sein Name wird immer mit der Freudenberger Geschichtsarbeit verbunden bleiben. Unsere Anteilnahme und Mitgefühl gilt in diesen Tagen seiner Frau und seinen Kindern".

Die Beisetzung von Martin Stücher erfolgte seinem Wunsch gemäß im engsten Familienkreis am 29. Januar 2014 auf dem Freudenberger Friedhof in aller Stille.

 

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Martin Stücher hier beim 50-jährigen FiZ-Jubiläum am 21. Oktober 2011 im Gespräch mit Gerhard Moisel.