Kulturagenda: Freudenberger Heimatvereine bei Tagung in Hagen dabei

Im Frühjahr 2013 nahmen auch viele Vertreter der Heimatvereine an der Kulturentwicklungsplanung in Freudenberg teil. Jetzt veranstaltete der Landschaftsverband Wetfalen-Lippe (LWL) im Großen Saal der Südwestfälischen Handelskammer in Hagen eine Abschlußkonferenz, um sich über die Ergebnisse in den Pilotstädten und Pilotregionen informieren zu lassen.

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Das Problem: Kultur und seine Vernetzung bekommt gerade in Zeiten des demographischen Wandels für die Standortentwicklung eine immer höhere Bedeutung. Zugleich droht angesichts der hohen finanziellen Schwierigkeiten in den Kommunen vielfach der "kulturelle Kahlschlag".

Dem setzte allerdings NRW-Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf heftig entgegen: Kultur auf Null zu setzen widerspreche der Landesverfassung. Es gelte, Kultur auch in der Fläche zu erhalten und weiterzuführen. "Kultur muss bei uns auch bei Haushaltsnotlagen möglich sein", so seine Einlassung. Es gehe darum, dass Kultur "auf Augenhöhe mit den anderen Politikfeldern" behandelt werde.

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In kurzen Zügen stellte dann Neuendorf die Grundsätze des geplanten Kulturfördergesetzes vor.

 

 

 

 

 

 

Als Referent war auch Freudenbergs Bürgermeister Eckhard Günther in Hagen gefordert. Als Chef einer Pilotkommune sollte er seine Erfahrungen schildern. Neben dem Lob für den Prozess vor Ort und dessen Moderator Reinhart Richter brachte er allerdings auch sein Bedauern zum Ausdruck, dass die Mittel für den gewünschten "Kümmerer" vom Land versagt blieben. Erst solle sich der ebenfalls als dringlich angesehene Kulturrat bilden. Hierfür möchte der Bürgermeister noch einmal die professionelle Unterstützung von Reinhart Richter in Anspruch nehmen.

 

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