Naturschutzgebiet Trupbacher Heide braucht dauernde Zuwendung

 Es liegt quasi vor der Haustüre und grenzt an Niederholzklau und Alchen: Das Naturschutzgebiet "Trupbacher Heide". Fast 60 Jahre wurde das Gelände als Truppenübungsplatz genutzt - jetzt sind auf ihm rund 100 Pflanzen- und Tierarten zu finden, die die "Rote Liste" des Landes Nordrhein-Westfalen verzeichnet.

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Die ARGE der Freudenberger Heimatvereine hatte in diesem Jahr zur traditionbellen Ortsbegehung in das Heidegebiet eingeladen und dafür Gustav Rinder vom NABU als sachkundigen Referenten gewinnen können. Beeindruckt waren die Heimatfreunde von dem großen Arbeitseinsatz, der notwendig ist, um das regionaltypische Naturschutzgebiet zu erhalten.

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Die Teilnehmer konnten von Gustav Rinder sehr fachkundige Erläuterungen erhalten.

 

Rinder zeigte auch die Widerstandsfähigkeit der Natur: Einige der etwa 250 Jahre alten Eichen, die die Grenze zwischen Trupbach und Alchen markieren, sind durch Blitzeinschlag heftig beeinträchtigt und haben sich dennoch als landschaftsprägende Bäume erhalten. "Sie sind quasi ein Symbol für Beständigkeit und Lebenswillen", so Rinder.

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Überall sorgten interessante Details für Nachfragen an den engagierten Biologen.

 

Zum Nachgespräch hatte der Niederholzklauer Heimatverein in sein "Rathaus" eingeladen, wo sich die Wanderer nach der mehrstündigen Tour mit Kaffee und deftigen Broten stärken konnten. Deutlich wurde, dass mehr Besucher und eine stärkere touristische Nutzung der Trupbacher Heide durchaus erwünscht sind. Dieses Gebiet müsste bei den Überlegungen von Siegen und Freudenberg mehr 'mitbedacht' werden, so Rinder. "Wir können ehrenamtlich hier nicht mehr leisten." Es brauche eines offiziellen Anstoßes und des Mitüberlegens und Mittuns der beiden Städte. 

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