Viele Freudenberger bei Eisenstrasse-Heimatbund-Wanderung

Der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein setzte seine Exkusions-Reihe "Histoirsche Wege" am 16. Mai 2015 mit einer Rundwanderung auf dem Giebelwald fort. Rudolf Kessler hatte wieder eine interessante Streckenführung ausgewählt und eine Fülle von Informationen ausgearbeitet.

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Mit dabei: Viele Heimatfreunde aus Freudenberg. Dabei gaben sie auch zwei weitere Termine für historische Exkursionen bekannt:

Heinz Fischbach wird am Mittwoch, 10. Juni 2015, ab 18:00 Uhr, über das Bodendenkmal "Alte Schanze/Dicker Schlag" in Hohenhain informieren. Dieser am stärksten befestigte Durchgang der Nassau-Siegener Landhecke wurde 1467 erstmals erwähnt und ist größtenteils noch gut erhalten und zu erkennen.

Eike O. Hammel wird am Sonntag, 21. Juni 2015, ab 14:00 Uhr, den rund 1000 Jahre alten Ortskern von Oberholzklau vorstellen und zum ehemaligen Grenzübergang "Holzklauer Schlag" führen. Die Besucher erwartet nicht nur die berühmte Kirche aus dem 13. Jahrhundert, das älteste erhaltene Pfarrhaus des Siegerlandes (1608), sondern anschließend auch Kaffee und Kuchen im Holzklauser Backes.

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Rudolf Kessler nannte den Giebelwald als ein einzigartiges Forschungsgebiet. Denn: Hier sind die Spuren der alten "Eisenwege" noch gut zu erkennen, da nur einmal - durch eine Arbeitsdienstmaßnahme in den 1920er Jahren - dort Wege - zumeist parallel zu den alten Strecken - gebaut, aber bis heute keine für Autos befahrbare Verbindungen angelegt wurden.

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Die Wanderung erstreckte sich auf den Bereich, der gleichzeitig ein Teil der alten Straße von Siegen über Oberschelden nach der Freusburg war. Vom Tierpark Niederfischbach aus ging talaufwärts auf dem Gelände einer ehemaligen Kleinbahn, das zum Teil tief in den Berg eingeschnitten ist. Es war die Eisenbahntrasse, die von der Erzgrube bis zum Anschluß an die "Preußische Bahn" in der Ortsmitte von Niederfischbach führte. Der Weg im Wald ist für die Besucher als "Grubenwanderweg Niederfischbach" gekennzeichnet.

In dem "Fischbacherwerk", gegründet 1770, waren einst bis zu 350 Bergleute beschäftigt. Über 212.000 Tonnen Eisenerz und fast 35.000 Tonnen silberhaltiges Bleierz sind hier gefördert worden. Ein Schacht hatte die größte Tiefe von 510 Metern. Die Grube wurde 1912 stillgelegt.

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