WESTFALENTAG 2016 in Hagen: "Heimat finden - Heimat suchen"

In Hagen trafen sich diesmal die Abgesandten von 550 aktiven Heimatvereinen und der etwa 700 Kreis- und Ortsheimatpfleger, die im Westfälischen Heimatbund seit mehr als hundert Jahren ein Netzwerk bilden.

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Gerade jetzt, sagte WHB-Vorsitzender und LWL-Landesdirektor Matthias Löb, gehe es noch mehr um Vernetzung, Kooperation und Zusammenarbeit. Ein neues digitales Heimatnetzwerk wird zukünftig dabei unterstützen.

File 2633Hagens OB Erik O. Schulz verwies auf die ganz eigene Zuwanderungsgeschichte seiner Heimatstadt mit nun wieder mehr als 190 Tausend Einwohnern aus 130 Nationalitäten. Sprachbarrieren gelt es abzubauen, über kulturelle Unterschiede zu informieren. "Wir machen das!"

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Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen IHK Hagen verdeutlichte, Ausgaben in Integration seien Investitionen in die Zukunft. Bestmögliche Integration brauche Zeit und der Wirtschaft komme dabei eine entscheidende Funktion zu. Denn Ausbildung und Arbeit als sinnstiftende Aufgabe in einer Gemeinschaft, die Werte vermittelt, seien letztlich Zentrum dieser Bemühungen.

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Michael Eckhoff, Hagens Stadtheimatpfleger, verdeutlichte in einem ausgezeichneten Vortrag die Geschichte: Flucht und Vertreibung, Aus- und Einwanderung seien über lange Zeit eher die Regel als die Ausnahme gewesen. Zwischen 1871 und 1900 habe nur jeder zweite Deutsche an seinem Geburtsort gelebt. Hagens selbst habe in Zeiten der Industrialisierung zwischen 1850 und 1858 in nur acht Jahren seine Einwohnerschaft verdoppelt.

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Über Erfahrungen mit Integrationsprojekten (u.a. aus Olpe-Oberveischede) örtlicher Heimatvereine gab es anschließend eine spannende Gesprächsrunde unter Leitung des WDR-Moderators Michael Brocker.

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